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WG-Projekt 2025

Die FAS pflegt seit langem eine Tradition: Das WG-Projekt. Jugendliche der 9. Klasse ziehen für fünf bis sechs Wochen zusammen in ein Hostel. Dort müssen sie zusammen wohnen, leben, und sich um einander kümmern. Dieser Artikel wurde von den Schüler:innen dieser 9.Klasse geschrieben, um anderen ihre Erlebnisse und Erfahrungen mitzuteilen.

Vorbereitung

Man muss sich viel auf die WG vorbereiten, in den Klassenzeiten vor der WG hat man viel Zeit dafür.
z.B:

  • Zimmereinteilung (Wer mit wem in einem Zimmer schläft)
  • Regeln abklären und miteinander Grenzen setzen
  • Klären wie viel Geld man benötigt
  • Rausgehzeiten vereinbaren
  • Mit den Eltern ausmachen, ob man überhaupt gehen darf
  • Packliste schreiben um nichts zu vergessen

Die ganzen Regeln wie für Geld und Rausgehzeiten müssen die Eltern auch mitbestimmen.
Diese Dinge solltet ihr vor eurer WG Zeit wissen und mit einander besprechen.
Außerdem muss man sich Emotional auf die WG vorbereiten, weil es schwierige und herauszufordernde Momente geben kann.

Geld

Zum Beginn der Wg Zeit bekamen alle im voraus unser Geld, mit dem wir für die nächsten fünf Wochen auskommen mussten. Die Einigung, wie hoch das Geld sein sollte, war recht einfach. Zusammen mit den Eltern haben wir uns auf vierzig Euro pro Woche geeinigt. Für die, die nicht mit in der Schule Mittag essen, gab es noch einmal extra Geld, welches von den Eltern bestimmt wurde.
Wie man das Geld nutzte war freigestellt. Wir haben eine Umfrage in der Klasse gemacht dabei ist heraus gekommen, dass die meisten ihr Geld Zusammen gelegt haben. Teilweise haben manche ihr Geld auch alleine ausgegeben und teilweise geteilt. Wir zum Beispiel haben wir als Freundesgruppe zusammen gelegt. Jeder musste zwanzig Euro in die Gemeinschaftskasse geben und von den verbleibenden zwanzig Euro konnte sich dann jeder:jede persönlich etwas Kaufen. Auch, wenn man das Geld zusammen gelegt hat, sollte man trotzdem darauf achten, dass das Geld für die ganzen fünf Wochen reicht. Bei einer zweiten Umfrage wollten wir heraus finden wie viel Geld nach der WG Zeit bei jedem übrig geblieben ist. Die meisten hatten noch etwa zwanzig Euro, bei machen lag der Betrag bei etwa fünf bis zehn Euro und wenige hatten sogar über fünfzig Euro. Im Endeffekt müsst ihr euch keine sorgen machen ob der ausgemachte Betrag zu wenig ist, denn es bleibt meistens noch etwas übrig.

Badezimmer

Ich würde euch vorschlagen, dass alles was ihr mitnehmt nicht zu teuer ist oder leicht kaputt gehen kann! Ihr solltet auch immer euren Namen auf alles drauf schreiben oder eure Zimmernummer, weil z.B. eure Sachen geklaut oder benutzt werden können wenn ihr sie nicht immer wieder in euer Zimmer mitnehmt. Mir ist es mal passiert das jemand mein Shampoo benutzt hat und es war danach echt nicht mehr viel drinnen, also schreibt bitte euren Namen auf alles oder nehmt es wieder in euer Zimmer mit wenn ihr es mögt und/oder wenn es teuer ist. Neben den Utensilien, die ihr mitnehmen wollt, solltet ihr auf jeden Fall auch euer Handtuch nicht vergessen (und vielleicht wollt ihr euch auch ein kleineres Handtuch noch mitnehmen).
Macht euch wegen dem Bad putzen auch lieber eine Liste und passt auf, dass jeder:jede sich einschreibt. Ich würde euch vorschlagen, dass jede Woche mindestens 1x geputzt werden sollte! Passt auch auf, dass das Bad immer geputzt wird. Am Ende der WG müssen alle Bäder nochmal geputzt werden und das ist echt nicht schön die Bäder zu putzten wenn die 5 Wochen nicht geputzt wurden und plant euch bitte genug Zeit ein!

WLAN

Das Wlan war im großen und ganzen gar nicht schlecht aber weil immer so viele leute im hostel waren, war das WLAN oft nicht sehr stabil.
Zur Mittagszeit und nach dem Schule sind viele Leute im Wohnheim, und jeder möchte Hostel WLAN nutzen. Wenn so viele Menschen gleichzeitig online sind, kann das WLAN überlast werden, und die Geschwindigkeit sinkt.
Was kann man tun, um die Situation zu verbessern?
Überlastet das Internet nicht. Versucht, nicht viele Videos zu schauen oder große Dateien herunterzuladen, wenn viele Leute das Wi-Fi nutzen, damit das Netzwerk nicht überlastet wird.
Verwendet mobiles Internet. Wenn das Wi-Fi sehr langsam ist, könnt ihr auf mobiles Internet umsteigen, wenn ihr einen guten Tarif habt.
Verbindung über Kabel. Wenn möglich, verbindet euch mit dem Internet über ein Kabel – das ist oft viel schneller.

Freizeit

Während der WG hatten die meisten von uns das Gefühl das wir, dadurch das wir alle zusammen wohnten viel zu viel und viel zu wenig gleichzeitig unternommen haben. Meistens haben jedoch die Freundes Gruppen ihre Zeit zusammen verbracht. Die Leute die Nachmittags Hobbys , wie zum Beispiel Klavier hatten, haben diese ganz normal weitergeführt. Wenn wir gemeinsame Aktivitäten zusammen unternommen haben waren das meistens Film oder Spiel Abende, oder wir saßen einfach zusammen im Aufenthaltsraum oder einem Zimmer und haben gequatscht und gechillt. Das Einkaufen war immer eine unserer Hauptbeschäftigungen, welche auch fast zu unserem Hobby geworden ist. Weitere Freizeit Beschäftigung waren zum Beispiel: Mario card spielen oder Serien schauen. Viele Haben Abend auch noch kleine Spaziergänge durch die Neustadt gemacht um die Zeit vor der Ausgangssperre zu nutzen. Wenn wir zu viel Freizeit hatten ist es auch vorgekommen das einige aus der Klasse sich kurzfristig die Haare gefärbt oder geschnitten haben. Einige haben ihre zeit auch mit Stricken verbracht. Oder wenn wir mal wieder viel zu übermüdet waren, was öfter vorgekommen ist, haben manche sich hingelegt oder einfach ein bisschen rum gehangen. Die einen oder anderen hatten auch mal Besuch von außerhalb. Vor allem in den letzten Wochen sind ein paar von uns öfter einkaufen gegangen um ihr Restgeld verbraten. Es gibt also wie gesagt sehr viele Möglichkeiten seine Freizeit in der WG zu gestalten. Wir würden euch empfehlen so viele Dinge wie möglich zusammen zu machen und viele Sachen zu Unternehmen. Da diese Momente mit höchster Wahrscheinlichkeit zu welchen der schönsten Erinnerungen eurer Jugend werden.

Kochen

Die Küche war ziemlich klein, selbst zu zweit standen wir uns andauernd im Weg, aber es hat Spaß gemacht und wir hatten genug Geld uns immer etwas anderes zu kochen. Nur ein oder zwei mal, mussten wir der Zeit wegen, auf überbackene Brote zurückgreifen.

 

Der Reiskocher

Als ich mit meiner Mitbewohnerin Onigiri machen wollte haben wir auf einem Regal einen Reiskocher entdeckt, wir dachten er sei vom Hostel und nahmen ihn einfach. Später sprach mich jemand an ob ich den gerade benutze, gedankenverloren habe ich ihn mitten im Satz unterbrochen mit den Worten „Ich brauch noch nen Moment“. Erst danach habe ich gemerkt, dass der Reiskocher ihm gehörte – Bitte achtet auf die Beschriftungen auf allen Sachen! Sollte euch doch mal ein Missgeschick passieren, dann entschuldigt euch einfach sofort, nicht zwei Stunden später über einen Brief so wie ich!

Die Karamellcreme

In der WG Zeit bekamen meine Mitbewohnerin und ich von einem nettem Hotelgast ein Rezept, wo man aus einer Dose Kondensmilch Karamellcreme machen kann für z.B. Pfannkuchen und Eis.
Wir waren begeistert und wollten dies sofort ausprobieren, am nächsten Tag machten wir sie schon. Man sollte die Dose 2-3 Stunden im Topf kochen und sie dabei wenden damit sie karamellisiert. Bald war die Karamellcreme fertig, doch leider hielt sie nicht so lange wie sie kochen musste, deshalb dachte ich, ich könnte als Überraschung noch eine machen…was ein Fehler war! Ich setzte also den Topf an und sie war etwa schon zwei Stunden am Kochen, als ich kurz aufs Zimmer ging um etwas zu holen…als ich zurück kam stieg mir ein merkwürdiger verbrannter Geruch entgegen. Vor mir stand die Hotelbesitzerin und sagte, meine Dose mit der Karamellcreme sei explodiert, dass es überall kleben würde und sogar Menschen etwas abbekommen haben. Mir ist total schwindelig geworden und in meinem Kopf drehte sich alles. Am Ende stellte es sich heraus, dass es doch nicht so schlimm war, die Küche war verklebt, der Topf war verkohlt, abgesehen von der Karamellcreme, die war hin, das schlimmste war, dass der Mann der uns das Rezept gegeben hatte sich dafür schuldig fühlte. Bitte lasst nichts unbeobachtet stehen und achtet immer darauf, dass jemand dabei steht!

Liebe Grüße von der Reisdiebin und der Karamellattentäterin.

Allgemeine Tipps

Für alle, die in Zukunft dieses WG Projekt machen, haben wir ein paar sehr wichtige Tipps aus unseren Erfahrungen zusammengesammelt. Wir denken es ist sehr schlau, das Geld für Essen und Wäsche waschen in relativ großen Gruppen zusammenzulegen, weil man so viel mehr Geld spart. Es macht Sinn, dass die Gruppen, die zusammen einkaufen auch gemeinsam kochen. Wir hatten, wie schon erwähnt 40 Euro pro Woche pro Person, also haben jede Woche alle 20 Euro in die Gruppenkasse gelegt und so hatte jede Person noch 20 Euro für sich selbst. Auch Wäsche waschen macht Sinn in einer Gruppe, weil man so viele Ressourcen und Geld spart. Generell ist das Wlan im Hostel eher mangelhaft, von daher seid nicht zu enttäuscht, wenn der Film ein Bisschen länger zum laden braucht. Manche von uns haben sich deshalb Filme und Serien schon vorher heruntergeladen. Wir würden auch dringend raten, ein bisschen auf Ordnung und Sauberkeit zu achten, zum Beispiel ab und zu fegen und vor allem den Müll raus bringen. Sonst wird es schnell eklig, stinkig und ungemütlich, ihr wollt dort ja noch eine Weile wohnen. Wir empfehlen dringend den Kühlschrank regelmäßig sauber zu machen und aus zu sortieren. Ansonsten könnte es sein, dass der Müll anfängt zu Schimmeln und keiner es am Ende der WG wegmachen möchte. Am Anfang, wenn ihr die Zimmerverteilung macht empfehlen wir euch Kompromisse einzugehen, weil es sich sonst sehr in die Länge zieht und auch anstrengend ist. Wir empfehlen euch am Tag vor dem Auszug einen Karenztag zu nehmen, da man dann nicht so viel Stress mit dem Packen und Putzen hat. Viel Glück bei eurer WG, wir hoffen die Tipps helfen euch.

Bilder

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